Samstag, 20. Dezember 2025

Greenwashing bei Pringles: Paper-Based Bottom

Ist das Betrug?

Ich kaufe selten Pringles, deshalb habe ich den Trend verpaßt, den es wohl schon seit knapp zwei Jahren gibt: ein auf Papier basierender Dosenboden.  

Pringles Paper-Based Bottom
Ja, tatsächlich! Wahnsinn! Das ist so bedeutend, daß etwa 1/3 der Dose mit einem ökologisch grau-braunen Papiermuster bedruckt wird.

Ich schaue mir den Boden an und muß grübeln, wie er früher aussah. Vermutlich ähnlich oder eine Alufolie?

Jetzt ist es viel besser und ökologisch, ja geradezu revolutionär umweltfreundlich und besonders geeignet fürs Recycling. So zumindest der Tenor der zahlreichen Webseiten, welche die Pressemitteilung vom Pringles unreflektiert zitieren. Es ist nun der gleiche Materialmix, wie die restliche Dose: Papier, PE/PET-Folie und ... (Trommelwirbel) ... Aluminiumfolie! Ja, weiterhin Aluminium. 

 

Derartige Materialmixe aus Verbundmaterial für Verpackungen sind niemals umweltfreundlich oder ökologisch. Reine Alufolie wäre hingegen tatsächlich sortenrein trennbar. Zumal in Deutschland sowieso so gut wie nichts wiederverwendet wird, sondern der meiste Verpackungsmüll verbrannt wird.

Vermutlich sind für Pringles zwei Aspekte wichtig: es ist günstiger und man kann sich einen Touch von Öko verpassen. 

 

 

DHL/Post sind fremdenfeindlich

Vielleicht ist das Unternehmen sogar rassistisch?

Auf jeden Fall weigert sich das Online-Formular, ausländische Buchstaben anzunehmen. Wird eins der Zeichen eingetippt, daß auf der Zensurliste steht (bspw.: "š" - aber nicht "ý" - völlig unlogisch), wird es einfach weggelassen. Den Hinweis dazu übersieht man leicht auch mal und schon sind die Angaben beim Namen oder der Straße falsch und vielleicht gar nicht mehr im Zielland auffindbar. 

Wieso ist das so? Es gibt keinen Grund dafür, denn die Zeichen sind Unicode und sowohl bei der Eingabe als auch beim Ausdruck verfügbar. Es liegt wohl eher daran, daß sie unfähig sind (oder eben mit fremdenfeindlicher Einstellung), die Zeichen in ihrer Datenbank zu speichern.

Stellen Sie sich vor, DHL/Post würden sich weigern, deutsche Sonderzeichen wie "öäüß" zu akzeptieren! Diese gibt es in den meisten Ländern nicht aber eben hierzulande. Und sie sind genauso wichtig, wie Betonungszeichen in anderen Sprachen.

Und das bei international agierenden Firmen! Schande! 

https://www.dhl.de/de/privatkunden/pakete-versenden/online-frankieren.html?type=ShipmentEditorAddressInput

Donnerstag, 28. August 2025

Dummdämliche Werbung von Landliebe Joghurt

"Weißt du noch damals..." "Na der hat ja auch..."

 https://www.youtube.com/watch?v=a0ozTE5fH1k

"Jetzt neu..." 

 

 Ja was denn nun? "Damals" - Vergangenheit. Oder dann doch "Neu"?

 

Samstag, 9. August 2025

ZDF TerraX erzählt Schwachsinn

Ein Zitat aus der Doku "Schlaue Schwärme. Folge 1. Geheimnisvolle Sprachen" (41:03) "Jede Drohne ermittelt und meldet in Echtzeit Ihre Positionskoordinaten an mindestens fünf Satelliten...".

NEIN! Das ist technisch unmöglich

Dies ist eine Sendestation für Satelliten (Erdfunkstelle Raisting 2a):

 Erdfunkstelle Raisting 2a

Alle - wirklich alle - Geräte, die GPS-Daten nutzen, sind reine Empfänger. Dafür brauche ich nur eine winzig kleine Antenne, die auch bspw. in ein Handy paßt. Diese Dinger können rein gar nichts senden. Sie werten lediglich Laufzeiten für Zeitsignale aus.

Wenn nicht einmal eine populärwissenschaftliche Sendung den Unterschied kennt und es keinen qualifizierten Redakteur gibt, frage ich mich, was mit den Millionen GEZ-Gebühren gemacht wird und welcher Unsinn noch vom ZDF verbreitet wird. Inzwischen sollte sich doch die Funktionsweise von GPS herumgesprochen haben und irgendwo in der Produktion aufhorchen lassen - wo man doch eine so schöne und falsche Computergrafik erstellt hat.

Montag, 4. August 2025

Fake-Bilder bei der ARD?

Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, daß die ARD/Tagesschau einige gefälschte/manipulierte (KI-) Bilder nutzt. 

Quelle: https://images.tagesschau.de/image/7633e58c-bd0b-4532-9f76-b9e1cb89e87f/AAABmFqOaCk/AAABmFUU_tU/16x7/freibad-134.webp?width=1280

Im Artikel "Faktenfinder: Kriminalität in Bädern konstant. Stimmungsmache mit der Angst" wirkt das Freibad unrealistisch: Zwei riesige Wasserrutschen? Ein riesiges Becken? Und dann die Proportionen einiger Badegäste: ellenlange Arme und Beine - typisch KI. Die Randmarkierung eines geraden Beckens und der gepflasterte Bereich sind plötzlich krumm? Ich finde es merkwürdig. Das Bild soll laut ALT-Text von der Presseagentur dpa stammen (Eigenwerbung: "Den Fakten verpflichtet"). Wurden die Inhalte unreflektiert von der Redaktion übernommen?

 

(anklicken)

Im Artikel "Jahrestag der Explosion im Libanon Trümmer als Sinnbild des Staatsversagens" sind die Schatten des Aufmachers vom Video eindeutig falsch:

Die Trümmer und der Container werfen den Schatten nach rechts. Die Sonne steht also links hinter dem Fotografen. Beim Mann wirft dessen linker Ellbogen einen Schatten nach rechts. Eigentlich dürfte es gar keinen Schatten geben und die Außenseite des Arms müßte im Dunkeln liegen. Zudem wirkt der Mann völlig unrealistisch: Die Haut ist typisch KI unscharf ohne Haare und die Konturen sind scharfkantig - so würde es auf einem realen Foto nicht aussehen. Und wo schaut der Kerl überhaupt hin - die Trümmer liegen hinter ihm? Das Foto ist also wahrscheinlich eine Montage.

Da frage ich mich, wie die ARD sich so etwas traut und was man sonst von den Nachrichten halten soll? Vor allem, weil KI-Werke eindeutig digital und human lesbar markiert sein müssen. Kann man sich jetzt nicht einmal mehr auf öffentlich-rechtliche (von Bürgern finanzierte) Nachrichten verlassen? Oder irre ich mich so sehr?




Montag, 7. Juli 2025

DHL/Post erhöht verdeckt massiv die Preise um über 60 %

Wer die Angebote von DHL richtig anwendete, konnte bisher eine Paketsendung relativ günstig ins Ausland verschicken:

  • 2 kg Päckchen XS (max. 35 x 25 x 3 cm) kostete in die EU 6,49€
  • 2 kg Päckchen M (max. L + B + H = 90 cm, keine Seite länger als 60 cm) kostete 10,49

Damit das Paket auch ankommt, bestand die Möglichkeit, es mit  "Service Versicherung bis 50 €" für 2,50 zu versichern, was auch eine Tracking-Nummer beinhaltet, man also nachweisen kann, das Paket eingeliefert zu haben.

Seit dem 1.7.25 fällt einfach der Versicherungsservice weg. Wenn man aber Trackig und Versicherung will/braucht, dann bleibt einem nur, ein teureres Paket zu nehmen: 

  • 2 kg Paket (max. 60 x 30 x 15 cm) für 14,49

Darin ist eine Versicherung bis 500€ enthalten - die man aber in der Höhe meistens gar nicht braucht. Zumal es primär um die Tracking-Nummer geht, um die Sendung verfolgen zu können und im Verlustfall Haftung gegenüber DHL geltend zu machen.

Der Preis hat sich also indirekt von 8,99 bzw. 12,99 auf 14,49 erhöht.

Hinzu kommt noch, daß die Rücksendung (wenn der Empfänger nicht anzutreffen ist oder die Adresse fehlerhaft ist), kostenpflichtig wird. In dem Fall verdoppelt sich der Preis also auch noch. Das ergibt dann eine Preiserhöhung von über 220 %, denn vorher war die Retoure kostenlos.

Allein das Porto für den Hinweg sind es  61,8 % bzw. 11,55 % Preiserhöhung, die sich DHL da mal eben genehmigt - ohne für den Kunden Vorteile zu bieten, bei gleichzeitig schlechterem Service.

Mitverantwortlich ist die Netzagentur als Bundesbehörde, die das genehmigt hat.

Donnerstag, 19. Juni 2025

Der Werbe-Fail mit dem Radrennsport

Veolia hat sich einen tollen Slogan ausgedacht: "BioCycling". Die Werbeabteilung dachte da sicher an Recycling - dumm nur, daß "cycling" einfach was ganz anderes bedeutet: nämlich etwas wiederholen oder in den meisten Fällen etwas mit Fahrradfahren - aber eben rein gar nichts mit Wiederverwertung. Also wirbt der LKW für biologische Radrennen mit Biogas aus Äpfeln (oder Bananen auf der anderen Seite) - vielleicht als Furzenergie?

 


Dienstag, 29. April 2025

Beschiß bei Verleihern von e-Scootern?

Ich erwarte von einem Verkäufer, mir den Preis für eine Dienstleistung oder einen Artikel zu nennen, bevor ich einen Vertrag mit ihm eingehe. Ich denke, es ist sogar gesetzlich so geregelt. Allerdings hält sich nicht ein Verleiher für e-Scootern (wie bspw. Bolt, Tier, Lime oder Voi) an diese Regel. Nirgends ist zu finden, wie die Gebühren berechnet werden oder welche Zusatzgebühren (falsch abgestellt, Bearbeitungsgebühren für Umstellen usw.) entstehen können. Immerhin wird nicht nur ein Preis pro Miete (oft euphemistisch als "Freischaltungsgebühr" bezeichnet, als ob dabei irgendwelche Kosten anfallen. Hinzu kommt ein Preis pro Kilometer oder Zeit. Ich muß erst die App downloaden und dann mich anmelden und meine Kontodaten preisgeben und sogar meinen Standort! Das sind Daten, die nicht notwendig sind, um mich über den Preis zu informieren. Damit auch ein Verstoß gegen die DSGVO. Erstaunlich, daß um die Preise so ein Geheimnis gemacht wird. Selbst wenn diese pro Stadt variieren, ist das kein Grund, gegen Gesetze und eine anständige Information der Kunden zu verstoßen. 

Hier exemplarisch der lächerliche Hinweis vom Anbieter Lime: 

Der Preis für das Fahren mit unseren E-Scootern und E-Bikes variiert je nach Stadt. Um die genauen Kosten in deiner Stadt zu erfahren, lade die Lime-App herunter. Das Herunterladen der App ist kostenlos. Die Kosten fallen nur an, wenn du ein Fahrzeug tatsächlich benutzt.

Ja, die App ist kostenlos. Aber meine Daten kriegt ihr nicht so einfach. Denn mit dem Download der App ist es nicht getan. Ich muß mich erst registrieren/anmelden, bevor ich die Daten einsehen kann. Zudem muß ich zwingend ein Zahlungsmittel angeben. Also Paypal, Kreditkarte oder Google Pay. Mit diesen Daten wird gerne Schindluder getrieben, weil die Firmen diese nicht sicher aufbewahren. Und ich muß meine Konten beobachten, ob die Verleiher sich nicht gar selber bedienen. Das ist absolut illegal und unseriös! Damit verstoßen die Anbieter meiner Meinung nach auch gegen die Preisangabenverordnung. Ohne mich!

 

Donnerstag, 3. April 2025

Google verstößt vermutlich gegen DSGVO und zwingt zu Cookies

Möchte man bei Blogger ein Bild von seiner Festplatte einfügen, dann zwingt einen Google dazu, Cookies zu akzeptieren. Ohne Zustimmung geht es nicht!

 


Das war bis vor einiger Zeit nicht notwendig. Und es ist auch wahrscheinlich nicht DSGVO-konform. Dort wird nämlich klar gesagt, daß die Speicherung von Daten nur erlaubt ist, wenn dem freiwillig zugestimmt wird und die Speicherung notwendig ist. Ich werde gezwungen, wenn ich die Funktion nutzen will und es ist nicht notwendig. 

Gut, daß ich das Add-on Cookie-AutoDelete im Browser installiert habe. Das löscht die Cookies immerhin gleich wieder, sobald ich alle Tabs von Google schließe.

Hat das schlechteste Waschmittel Ariel sein Ziel verfehlt?

Der Waschmittelhersteller Procter & Gamble stellt u. a. Ariel (Tide) her.  Öko-Test hat das Waschmittel am schlechtesten bewertet. Stiftung Warentest vergibt sogar ein mangelhaft und auch als Mogelpackung ist das Produkt bekannt. Deutlich billigere Pulver sind gut.

Mit der Kampagne #WIRDREHENRUNTER versucht sich der Hersteller ein sauberes Image per Greenwashing zu verschaffen. Mit dem teuren Pulver kann man angeblich bei niedrigeren Temperaturen das gleiche Waschergebnis erzielen. Das soll die Umwelt entlasten. Ja, das wird auch der Fall sein: weniger Hitze bedeutet weniger Energiebedarf, bedeutet weniger CO₂.

 

https://www.wirdrehenrunter.de/

Überraschend, daß die Werbeagentur auf der Webseite übersieht, daß sie offenbar ihr Ziel verfehlt haben: "Konkretes Ziel für drei Jahre bis 2025 ist es, die durchschnittliche Waschtemperatur in Deutschland um 1°C pro Jahr abzusenken. [...] Bis 2025 möchten wir die Waschtemperatur in Deutschland um 3 °C reduzieren"

Nun, wir haben 2025 (da steht "bis", das ist am 1.1.2025 erreicht) und die tolle Grafik zeigt: 2024 wurde lediglich ein Grad Reduzierung erreicht. Das sind zwei Grad daneben und somit nach deren Rechnung (" transparent und wissenschaftlich von einem unabhängigen Institut gemessen") 230.000 Tonnen CO₂, die nicht eingespart wurden.

Kommen wir zum Problem:

Schon mal überlegt, was in der Waschmaschine passiert, wenn immer mit kaltem Wasser gewaschen wird? Probieren sie es am Geschirrspüler aus: Es setzt sich Dreck ab, der beginnt zu fermentieren/schimmeln und als Folge stinkt nicht nur die Maschine, sondern auch das Geschirr bzw. eben die Wäsche. Also mehr Weichspüler, Duftstoffe, Waschmittel. Was brachte dann das sparen? Nichts! Es macht es sogar schlimmer.

Sonntag, 20. Oktober 2024

Bergader Bergbauern Käse jetzt mit 19 % weniger Plastik!


 

Schade natürlich, daß es nur 19 % weniger Plastik** sind und nicht ganz auf Plastik im Käse verzichtet wird. Fragt sich, wie das Plastik in den Käse kommt. Über die herrliche Bergbauern-Milch von Bergbauernhöfen*? Kommt so der würzig-nussige Geschmack in den Käse? Oder ist Plastik inzwischen eins der 100 Kräuter?

Die Schreibweise "Bergbauern Käse" ohne Bindestrich ist vermutlich auch kein Fehler, sondern Absicht: Es ist Käse namens "Bergbauern". Wie "Emmentaler Käse" also eine (nicht) geschützte Regionsangabe.

Das mit dem Kleingedruckten und den vielen Sternchen ist schon 'ne doofe Sache. Muß man doch erst hinten nachschauen, was tatsächlich gemeint ist: Ach so: in der Verpackung. Naja, die Milch stammt ja auch nicht wirklich von Bergbauern, wie es der Almöhi suggerieren soll, sondern nur von denen nach Vorstellungen der EU. 


BTW ein Hinweis an die Packungsdesigner: Niemals, wirklich niemals läßt man eine Person auf den Bildrand blicken. Dann schaut sie nämlich auf das Produkt daneben im Käseregal und lenkt den Blick des Betrachters dorthin. Wäre doch ärgerlich, wenn da zufällig die Billgmarke (ohne Plastik) steht.


Donnerstag, 8. Februar 2024

Die schönste Zeit als Kurt Cobain starb?

Wenn man sich die Schnulze Schönste Zeit des Musikers Bosse andauernd anhören muß, frage ich mich, was der Songtext eigentlich aussagen soll: "An dem Tag, als Kurt Cobain starb, lagst du in mein′n Arm'n. Das war die schönste Zeit (die schönste Zeit)"

Hat sie in seinem Armen gelegen, weil Kurt Cobain starb? Und für ihn war es die schönste Zeit, weil Kurt Cobain starb (weil sie deshalb in seinen Armen lag)? Also freut er sich, daß der Musiker starb? Klar, das ist vermutlich anders gemeint aber wenn man schon so was reimt, sollte man doch ein wenig sensibler für den Satzbau sein.


Freitag, 29. September 2023

1,3 Milliarden versenkt

Mal wieder frage ich mich,  wie viele Kriege man hätte vermeiden können, wenn man die Milliarden einfach in humane Projekte investiert hätte. Putin ist für so eine Summer bestimmt zu kaufen, um aus der Ukraine abzuziehen. Wie viele Flüchtlinge hätte man mit ein paar Ziegen, etwas Ackerland und einer Hütte in ihrer Heimat helfen können? 

In Deutschland kostet ein Einfamilienhaus inkl. Grundstück und allem irgendwas um die 500.000 €. In den meisten Problemländern wird man für einen Bruchteil - sagen wir mal ganz teuer: 5.000 € - oben genannte Ausstattung bekommen.  Das wären 260.000 Flüchtlinge, die wir nicht in der EU in Konzentrationslagern einsperren müssen, die schlechtere Bedingungen bieten, als wir unseren Hühnern in der Eierproduktion zumuten.

Dienstag, 19. September 2023

Gegen das Volk

Die Politik versagt immer mehr. Kein Wunder, daß aus Frust die Wähler den demokratischen Parteien weglaufen.

Die Nachrichten werden geprägt von Meldungen zu Sparmaßnahmen und Subventionspaketen sowie Geldgeschenken.

Traurig ist nur, daß die Subventionen an die Industrie gehen, damit diese ein paar Arbeitsplätze in Deutschland sichert. Hunderte Millionen werden in Chipwerke versenkt, die auf Jahrzehnte nicht so viel Steuern zahlen, wie sie geschenkt bekommen. Oder Waffen für einen Krieg - auch wenn dieser Unterstützung verdient - es ist und bleibt ein Krieg. Steuererleichterungen für Reiche und Subventionspakete für Wohlhabende Elektroautobesitzer mit Eigenheim - alles kein Problem. Die Liste läßt sich leider fast ewig fortsetzen.

Und wo wird gespart? Bei den sozialen Ausgaben. Bei den Kindern, den Bedürftigen, den Armen, den Flüchtlingen. Also beim Volk, den Wählern, den Bürgern für die die Regierung da zu sein hat und von denen sie beauftragt wurde, ihr Bestes zu geben.

Montag, 2. Januar 2023

Die Bahn - enttäuscht

 Das ist keine Neuigkeit.

Aber wieso diesmal? Ich bin gerne Autofahrer aber für eine Tour von Hannover in den Süden offerierte die Bahn ein gutes Angebot: ohne Umsteigen, etwas schneller und (dank der hohen Spritpreise) billiger. Und um es vorweg zu nehmen: Die Hinfahrt war pünktlich und die Rückfahrt auch (nach Bahn-Logik, denn es waren "nur" sieben Minuten Verspätung).

Als nicht routinierter Bahnfahrer erwartet man gewisse Dinge und kennt sich nicht mit allen bahnspezifischen Unzulänglichkeiten aus. 

Es handelt sich um einen IC mit "modernen" Waggons und Elektro­lokomotive. Der Zug wird unterwegs geteilt - das erfährt man erst am Bahnsteig. Die Anzeige am Bahnsteig weist nur nach mehrmaligem Studium und Grübeln darauf hin. Und sie zeigt auch an, wo welcher Zugteil stehen wird. Die Ansage vor der Einfahrt auf Deutsch erzählt aber das genaue Gegenteil. Die auf Englisch dann das, was auch auf dem Display steht. Am Zug gibt es die klassischen Anzeigen für die Waggons mit dem Ziel. Allerdings zeigen alle elektronischen Displays den gleichen Zielbahnhof - und das ist nicht der zu dem ich will, sondern der zu dem die andere Hälfte der Wagen fährt. Also irgendwo erst einmal einsteigen. Auf der Webseite der Bahn finde ich zwar die Wagenreihung und auch den Hinweis auf die Trennung aber ich kann nicht erkennen, welcher Teil wohin fährt. Im Zug gibt es auch noch Displays und dies zeigt mir, das der Wagen, in dem ich gerade bin zum falschen Ziel fährt. Fragen wir doch die Bahnangestellte im Zug. Die sollte es wissen, zückt aber auch hier Diensthandy-Kombi-Teil und zeigt mir die Wagenreihung, bei der aber auch die Ziele der Zugteile zu erkennen sind. Also wieder zurück zum Sitz, ich bin richtig.

Aber sitze ich auch richtig? Ich habe nicht reserviert - das war mir zu teuer bei kalkulierbarem Risiko. Der Zug hat ganz moderne Displays über den Sitzen für die Reservierung. Überall steht "eventuell reserviert" (o. ä.) in Leuchtschrift. Das hilft gar nicht. An den Fenstern gibt es aber noch die Steckplätze für Reservierungskarten in Papierform. Bei einigen stecken Ausdrucke (allerdings auch für die Gegenrichtung), so daß ich denke, diese sind bestimmt reserviert. Im verlauf der Fahrt müssen aber zahlreiche Reisende die Plätze wechseln, weil sie (doch) auf reservierten Plätzen sitzen. Das ist natürlich vor allem für die Familien lästig. Wieso dieses Chaos? Die Bahn nutzt doch tatsächlich noch 3,5"-Disketten für die Einspielung der Reservierungen oder das Personal muß die Daten manuell eingeben. Angeblich soll es auch per Funk möglich sein aber das System scheint, egal in welcher Form, nicht zu funktionieren (auch nicht auf der Rückfahrt) - moderne Zeiten.

So, Laptop raus, Video schauen. Ich habe nur ein billiges Modell und während des zweiten Films meldet sich der Akku. Kein Ding, ich habe mein Netzteil dabei und zwischen jedem Sitz befindet sich eine Steckdose. Im WWW gibt es unendlich viele Seiten, die Besucher darüber informieren, in welchen Zügen es wo Steckdosen gibt - überall im Grunde die gleichen Infos. Aber das die Steckdosen (in der 2. Klasse) nie funktionieren, das sagt keiner. Ich bin nicht der einzige, der gerne Saft hätte, der doch reichlich vorhanden sein könnte und ohne den heute kein Reisender mehr auskommt. 

Lohnt es sich zu bemängeln, daß die Klobrillen einfach eklig und kaputt sind? Kann man die nicht regelmäßig auswechseln?





Etikettenschwindel: Keine besondere Milch

 

 Berchtesgadener Land
Hergestellt im Berchtesgadener Land
Milch aus der Alpenregion

Hört sich doch nach einer hochwertigen Milch an. Dumm nur, daß hier so viele Aussagen vermischt werden, die einen falschen Eindruck hinterlassen.

Das Logo "Berchtesgadener Land" mit dem Alm-Öhi ist lediglich das Markenzeichen der Firma Molkerei Berchtesgadener Land im gleichnamigen Landkreis. Allerdings liegt der Firmensitz in Piding, was nicht in der Region Berchtesgadener Land liegt - dumm gelaufen.

"Hergestellt im Berchtesgadener Land" ist also nur die halbe Wahrheit - je nach Betrachtungswinkel. Nun wird Milch hergestellt? Also eigentlich geben Kühe Milch. Aber Herstellung ist wohl eher ein industrieller Prozeß. Also kann die Herstellung (Homogenisierung, Haltbarmachung, Verpackung usw.) durchaus im Berchtesgadener Land erfolgen - über die Herkunft der Milch sagt das nichts aus.

 

Alpenrelief 02 deutsch

"Milch aus der Alpenregion" sagt etwas über die Herkunft der Milch aus. Aber was? Nun, die Alpen sind groß. Die Alpenregion noch viel größer, denn auch das Flachland um die Alpen gehört wohl dazu. "Die gesamte Alpenregion nimmt eine Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometern ein. Sie dehnt sich etwa 750 km von West nach Ost und ca. 400 km von Süd nach Nord aus"[1]. Die Alpen liegen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Italien und Slowenien. Woher die Milch stammt, ist also völlig ungewiß. Die Milch der Marke Berchtesgadener Land kann also von irgendwo aus der EU bzw. Europa stammen und nicht etwa wie das Etikett einem vorgaukelt, nur aus der Region Südbayerns. 

So etwas nenne ich Etikettenschwindel.









Freitag, 23. Dezember 2022

Gaskrise - Ölkrise - Stromkrise - muß ich wirklich sparen?

Alles ist knapp, weil vor Jahren alle Politiker Diktatoren und Autokraten in den Arsch gekrochen sind und für billige Energie über alle Warnungen hinweggesehen haben und mit Verbrechern ins Bett gestiegen sind. Dazu gehört nicht nur Putin, sondern einfach alle Länder und Regierungen von Staaten mit nennenswerten Energiereserven sind undemokratisch, korrupt und Verbrecher: Türkei, Ägypten, Syrien, Katar, Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Irak, China, Libyen, Birma, ehemalige Sowjetstaaten, Venezuela usw. Einige mehr, einige weniger aber es gibt einfach kein Lieferland, in dem nicht irgendwelche Menschenrechte mißachtet werden. Es sind übrigens viele Länder, in denen wir auch gerne Urlaub machen. Weil es so billig und exotisch ist.

Aber wir wollen billige Energie. Also kuscheln wir und sehen darüber hinweg, daß die Zustände nicht mit unseren Werten vereinbar sind - bzw. reduzieren unsere Werte je nach Bedarf. 

Jede Regierung seit Beginn der BRD hat sich so verhalten. Irgendwo gab es billige Energie usw. also wurde weiter eingekauft, statt sich unabhängig zu machen. Die einzige Aufgabe der Regierung ist es, das Beste für das Volk zu erwirken - nicht, was für die eigene Partei, das eigene Konto, Freunde/Familie usw. gut ist. Genau das macht aber kein Politiker und so haben sie kollektiv versagt. 

Jetzt bettelt und appellieren sie, wir Bürger sollen sparen, sparen, sparen, um ihre Fehler auszugleichen und damit genug für die Wirtschaft vorhanden ist. Mit einer teuren Werbekampagne und peinlichen Werbespots. Nicht etwa für die kleinen Betriebe, sondern für die gigantischen Energiefresser wie Metall- und Chemiebetriebe - die damit drohen Arbeitsplätze zu streichen. Die Betriebe, die seit Jahrzehnten kaum etwas fürs Energiesparen getan haben, weil es ja auch so teuer gewesen wäre und außerdem genug verfügbar war. 

Gespart werden soll auch nicht etwa, weil Energie schlagartig teuer geworden ist. Das wird nur immer als Alibi vorgeschoben: "So kannst du richtig (wenig) Geld sparen, wenn du Energie sparst". Es geht keinem dieser Prediger um das Geld der Bürger. Es geht nur darum vom eigenen Versagen abzulenken.

Also nein, ich spare nicht. 

Wenn die Politik versagt, soll sie es auch ausbaden. Ich kann es mir zum Glück in gewissem Maße leisten. Mir tun die Leid, die es sich nicht leisten können und zum Sparen gezwungen sind. Aber die hätten nichts davon, wenn ich Energie spare. Dadurch würde nichts billiger werden, sondern die Industrie hätte einfach mehr zum verballern. Warum nichts billiger wird? Immerhin wäre doch mehr Energie da, wenn alle sparen und dann hätten wir keine Knappheit, die zu hohen Preisen führt, wie jeder aus der Schule weiß (Angebot und Nachfrage und so). Wer so etwas behauptet, hat irgendwie die Zeichen nicht gesehen: Waren werden nicht billiger, wenn sie günstiger hergestellt werden können. Die Konzerne streichen einfach mehr Gewinn ein: Mitnahmeeffekt. Das kann man jeden Tag an der Tankstelle erleben. Oder auch bei Waren des täglichen Bedarfs, die teuer wurden und weiterhin sind, obwohl gar kein Grund besteht.

Ach ja: Heute lag das ungewollte und überflüssige Kundenmagazin von enercity im Briefkasten. Mindestens 4C gedruckt auf hochwertigem, schweren Papier. 131g Papiermüll. Bei der angegebenen Auflage von 241.000 Exemplaren sind das 31,571t Natürlich prangt da ein "Klimaneutral Druckprodukt"-Logo im Impressum und ein PEFC-Logo - völlig wertlos, weil über die unlesbare Zertifikatnummer sowieso keine Informationen zu finden sind. Aber egal, was behauptet wird: die Produktion hat CO2 ausgestoßen - es wurde nur kompensiert - angeblich, weil die meisten Kompensationsanbieter sowieso Schwindel und Betrug sind. Neben der Produktion fällt aber noch der Transport und die Verteilung an, sowie die Entsorgung. Was hätte der Energieanbieter sparen können, statt nur darüber zu schreiben.



Geflüchtete in Berlin: Die Zeltstädte wachsen

Die Unterkünfte für Geflüchtete sind voll, der Wohnungsmarkt ist leergefegt, Gastfamilien sind überlastet. Berlin sucht händeringend nach Lösungen - und nutzt zunehmend die stillgelegten Flughäfen. [...] So werden aus den vorgesehenen zwei bis drei Nächten im provisorischen Bettenlager - beengt und mit wenig Privatsphäre - oft viele Wochen.[...]In ganz Deutschland gibt es nicht genügend Unterkünfte für Geflüchtete und Asylsuchende. Vielerorts mussten Kommunen in den vergangenen Wochen einen Aufnahmestopp verhängen.

Ernsthaft? Wir sind nicht in der Lage Flüchtlinge adäquat und menschenwürdig aufzunehmen und unterzubringen? Stattdessen lassen wir sie in Großzelten hausen? Ohne passablen Wetterschutz, für Essen und Hygiene raus in Regen und Matsch.
In allen großen Städten stehen massenhaft Büro- und Produktionsflächen leer - aus reiner Habgier, weil sie als Abschreibungsobjekte gebaut und vom Staat genehmigt wurden, ohne je genutzt werden zu sollen. Diese kann man auch zwangsweise belegen. Ebenso stehen Messehallen an allen Standorten leer, weil die goldenen Zeiten vorbei sind. Das kostet mehr Geld, dort drin Zelte aufzubauen aber da ist es trocken, klimatisiert und fest installierte Sanitärbereiche existieren. Man kann sein Zelt auch verlassen und sich mit anderen treffen, ohne naß und dreckig zu werden.
 
Aber es fehlt wie immer der politische Wille, Geld für Arme und Hilfsbedürftige in die Hand zu nehmen. Deutsche Politiker schämt euch und verbringt nur eine Nacht unter diesen Umständen.

Mittwoch, 7. September 2022

Schlechter Service oder gar Betrug in der Apotheke?

In Deutschland wettern die Apotheken seit eh und je gegen Online-Apotheken. Angeblich nur zum Wohl der Kunden, wegen der Beratung und so. Aus dem gleichen Grund gibt es auch keine frei verkäuflichen Medikamente wie Schmerztabletten oder Hustensaft in der Drogerie. Bei den Amis geht das - obwohl die ja eher keine Kernkompetenz in Sachen Sicherheit bei gekauften Artikeln vorweisen (Katzen in Mikrowellen und Warnhinweise auf heißen Kaffeebechern sprechen eine klare Sprache).

Aber wehe man geht dann in die Apotheke und bittet um "'ne mittlere billige Packung Paracetamol". Dann bekommt man mit fast hundertprozentiger Sicherheit eine Packung der Firma ratiopharm - erst Recht, wenn man das "billig" wegläßt. 

Ratiopharm bietet vermutlich entweder Boni oder große Gewinnmargen. Vielleicht ist es auch wie bei Kneipen: Die Brauerei bezahlt die Inneneinrichtung und dafür ist der Wirt gebunden. Nicht selten ist das ganze Regal hinterm Tresen damit gefüllt. Wundert also nicht, wenn man das immer verkauft bekommt.

Generika von ratiopharm (selber forschen und was anderes anbieten machen die glaube ich gar nicht) sind wahrscheinlich nie billiger als ein Generika einer anderen Firma.

Ich weise also die Apothekerin daraufhin, daß ich was billiges will und erfahre, daß die mittlere Packungsgröße (20 Stück) nur von ratiopharm vorhanden ist. Ein guter Service wäre, mir zu sagen, daß ich auch einfach zwei Packungen à 10 Stück nehmen kann. Bei Medikamenten gibt es keinen Mengenrabatt. Also kostet die einzelne Pille immer gleich viel - egal, wie groß die Packung ist. Also sage ich, ich will zwei kleine Packungen. Das ist bestimmt billiger. "Ja aber sie wollten doch eine mittlere Packung" bekomme ich dann als Antwort. Es werden zwei Packungen von 1A Pharma hervorgeholt und "Ich schaue nach... Ist tatsächlich billiger". Ach nee. 

Soweit also zum Thema Kundenservice. Ist wie bei der Post: schlechter Service aus Sturheit oder Profitgier.

Donnerstag, 30. Juni 2022

Pharmaindustrie profitiert von Corona und bereichert sich weiter auf Kosten der Armen

Die EU und andere Regierungen haben der Pharmaindustrie seit dem Ausbruch von Corona Milliarden gegeben, damit diese schnell einen Impfstoff produzieren. Danach wurden weitere Milliarden ausgegeben, um diesen Impfstoff zu kaufen. 

Die Industrie wurde also zweimal durch den Staat bezahlt und sie hat bis zu 20-fach Profit gemacht. Aber um den Profit weiter zu erhöhen, weigert sie sich, Patente freizugeben oder Medikamente kostenlos an arme Länder abzugeben - obwohl dies zu Beginn versprochen wurde. Die Pharmaindustrie geht also real über Leichen.

Wieder ein Beispiel, wie Lobbyisten die Regierung in der Hand haben und Kommerz über soziales Handeln geht.


Tödliche Profite: Das Geschäft mit den Corona-Impfstoffen